Marie Lotz (1877-1970)
Kunstmalerin und Musikerin
Marie Lotz kommt auf Umwegen zur Malerei. Nach bestandenem Leherinnenexamen und einer Ausbildung am Konservatorium in Klavierspiel und Gesang verdient sich Marie Lotz ihren Lebensunterhalt als Musikerin und mit Klavierunterricht. Im Alter von 31 Jahren hängt sie ihren Beruf an den Nagel und macht sich auf an die Münchner Akademie, um bildende Künstlerin zu werden. Sie verlässt diese wieder, da sie sich bevormundet fühlt. Einige Zeit verbringt sie in der Ungarischen Künstlerkolonie Nagy Banya. 1912 hält sie sich in Paris auf, wo sie in verschiedenen Ateliers frei arbeitet und sich künstlerisch weiterbildet. Nach einem Aufenthalt in Deutschland kehrt sie 1924 mittellos in die Schweiz zurück und lässt sich in Birsfelden nieder. Durch die Unterstützung einiger Freundinnen, kann sie sich eine halbwegs gesicherte Existenz als bildende Künstlerin aufbauen. Marie Lotz malt Ölbilder und Aquarelle. Spezialisiert ist sie auf Stillleben. Berühmt ist sie für ihre leuchtenden Blumenbilder. Mit Ausstellungen 1938 und 1948 in der Basler Kunsthalle feiert sie grosse Erfolge. In späteren Jahren unterrichtet Marie Lotz als Zeichenlehrerin an der Freien Evangelischen Schule in Basel. Bis zu ihrem Tod 1970 lebt Marie Lotz in Birsfelden.